„Regionalität liegt im Trend“ berichtet Heiko Fahrner, Vorsitzender des am 19. Juni 2006 gegründeten Vereins. „Die Gäste kommen nicht in den Schwarzwald, um dort die bundesweite Einheitsküche vorzufinden – sie wollen Spezialitäten aus dem Schwarzwald“ so die Erfahrungen aus seinem Betrieb.
Die Naturpark-Wirte setzen zum Teil schon länger auf die frischen und regionalen Produkte. Fernsehkoch Roy Kieferle, eines der Zugpferde der Aktion und ebenfalls im Vorstand des Vereins, sogar schon seit 30 Jahren. „Die Produkte aus der Region sind einfach frischer und besser“ so sein Credo. Waren es bislang Einzelkämpfer, die auf regionale Spezialitäten gesetzt haben, soll jetzt daraus durch den Wirteverein eine Bewegung werden.
Darauf baut auch der Naturpark-Vorsitzende und Freudenstädter Landrat Peter Dombrowsky. Er sieht in den Naturpark-Wirten die Bindeglieder zwischen Erzeugern und Gastronomie. „Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus und Gastronomie gehören im Schwarzwald untrennbar zusammen“ ist er überzeugt. „Gerade Erzeuger und Gastronomen sind Partner, Partner die sich gegenseitig unterstützen müssen“ führt er weiter aus. Den Naturpark, der die Aktion ins Leben gerufen hat, sieht er in der Pflicht, die Wirte zu unterstützen: „Jetzt geht es darum Netzwerke zu schaffen, die Erzeuger, Verarbeiter und Lieferanten miteinander verbinden“, spricht er die künftigen Aufgaben des Naturparks bei der Betreuung der Wirte an.
Die Wirte gehen das Projekt mit großem Engagement an und es sieht so aus, dass weitere hinzukommen. Denn sowohl bei der Geschäftsstelle des Naturparks als auch bei den Vorstandsmitgliedern – neben Fahrner und Kieferle noch Max Lamparth vom Gasthaus Rössle in Straubenhardt, Eberhard Junghanns vom Landidyllhotel Hirschen aus Oberwolfach und Branko Struhak vom Kurhaus – Parkrestaurant aus Bad Herrenalb, gehen Anfragen interessierter Gastronomen ein. „Wer die Kriterien erfüllt, kann mitmachen“ weist Junghanns darauf hin, dass der Verein sich keinesfalls als geschlossene Veranstaltung begreift.
Wichtigste Kriterien sind zum Beispiel, dass ganzjährig drei Gerichte auf der Speisekarte angeboten werden, die aus Produkten aus dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord hergestellt wurden. Zusätzlich zu den drei Hauptgerichten sollte auch ein regionales Menü angeboten werden. „Damit unterstützen wir direkt die Erzeuger, die unsere Landschaft pflegen,“ betont Heiko Fahrner, vor dessen Haus Rinder die Grinden um den Schliffkopf offen halten. Diese Rinder werden u. a. auch in der Küche des Wellness- und Natur Resort Schliffkopf verwertet.