10 Jahre Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord
10 Jahre ist es her, dass Deutschlands größter Naturpark, der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, gegründet wurde. Anlass für Landrat Peter Dombrowsky, von Beginn an Vorsitzender des Naturparkes, auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Naturpark-Vereins am 10. März im Kurhaus Bad Herrenalb Bilanz zu ziehen. Und die fiel positiv aus:
Über 600 Projekte hat der Naturpark seit seiner Gründung unterstützt und dabei
über 4,1 Mio. Euro Fördermittel in die Region fließen lassen. Der Naturpark ist Ideenbörse, er ist Diskussionsforum, ja er ist ein Steuerungselement in der Raumschaft geworden. Dombrowsky legt Wert darauf, dass die Projektförderung für den Schwarzwald „gut angelegtes Geld“ ist. Gefördert wurden
innovative Projekte, die die Region weitergebracht haben. Als Schwerpunkte nannte er beispielsweise Wandern, Moutainbike, Naturpädagogik und Vermarktung regionaler Produkte. – Ein „Bänklesbauer“ war der Naturpark nie.
In Zukunft will der Naturpark sein
Naturschutzprofil weiter schärfen – schließlich ist der Naturpark ein Großschutzgebiet. Als Beispiel schlug Dombrowsky vor, im Nordschwarzwald
„Wildnis“ als touristisches Angebot zu entdecken. Projekte wie der Wildnispfad Baden-Baden haben gezeigt, dass Nachfrage nach solchen Angeboten besteht, und dass es hervorragend gelingen kann, Naturerlebnis mit Naturpädagogik und Naturschutz zu verbinden.
Dombrowsky sieht den Naturpark auch für die kommenden 10 Jahre gut gewappnet und war sich in seinem Bericht sicher, dass der Naturpark
auch in Zukunft wichtige Impulse setzten wird.
Beleg dafür ist das diesjährige Maßnahmenprogramm des Naturparks, das die Mitgliederversammlung als oberstes Vereinsgremium beschlossen hat. Darin finden sich z.B. allein 19 Naturpark-Märkte verteilt über den ganzen Naturpark. Das Programm enthält
naturpädagogische Programme mit Schulen wie ein Schülerprojekt zum Thema Streuobstwiesen im Achertal oder die Naturpark-Entdeckerwesten, mit denen Kinder die Natur entdecken können.
Auch
innovative touristische Projekte sind dabei, wie z. B. E-Bike Konzeptionen in Freudenstadt oder im Glattal.
Wie innovativ das E-Bike tatsächlich ist, davon konnten sich die Vereinsmitglieder selbst überzeugen. Der Naturpark hatte ein paar Räder organisiert, mit denen die Mitglieder „proberadeln mit Rückenwind“ konnten.
Ein weiteres Highlight soll der
Naturpark-Radweg werden, der als Rundtour
durch die schönsten Ecken des Naturparks führen wird. Mit diesem Projekt soll nach dem Kinzigtal- und Enztalradweg ein weiteres Angebot für Tourenradler entwickelt werden, und er soll – der Weg wird als Mehrtagestour konzipiert – Übernachtungen in der Region generieren. Der Naturpark reagiert damit auf die starke Nachfrage nach Tourenrad-Angeboten.
Längst nicht alle beantragten Projekte können gefördert werden, aber auch hier konnte Dombrowsky einen Erfolg vermelden. Er hatte sich, nach seinen Worten, beim Land um einen Nachschlag bemüht und diesen auch bekommen. Insgesamt verfügt der Naturpark so 2010 über einen Gesamtmittelrahmen von fast 750.000 Euro - eine Summe, mit der wir etwas bewegen können – so Dombrowsky. Er sieht das Ganze auch als Beleg dafür, dass das Land
die gute Arbeit des Naturparks in den letzten Jahren anerkennt.
Auch persönlich hatte Dombrowsky auf dieser zehnten Mitgliederversammlung des Naturparks unter seiner Leitung Grund zur Freude. Die
Mitglieder des Vereins wählten ihn einstimmig für ein weiteres Jahr zum Vorsitzenden. Auch sein Stellvertreter, Bürgermeister Gottfried Moser aus Wolfach, wurde für ein Jahr wiedergewählt.
Dombrowsky dankte den Mitgliedern für den Vertrauensbeweis und versprach, sich weiter mit aller Kraft für den Naturpark einzusetzen.
„Auf 10 weitere erfolgreiche Naturpark-Jahre“ schloss er seine Ausführungen.