Naturpark Schwarzwald
Mitte/Nord


Kinder entdecken heimische Lebensmittel

Kinder entdecken heimische Lebensmittel

Am 17. Mai 2010 fiel der Startschuss für ein neues Naturpark-Projekt. Im Rahmen des Programms werden Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter bei Besuchen auf Bauernhöfen spielerisch an eine gesunde Ernährung herangeführt. Den Anfang machten nun die Vorschüler des Evangelischen Kindergartens Zachäus in Schiltach, die den Hof der Familie Schillinger besuchten. Zusammen mit „Muh der Kuh“, einer Handpuppe aus Filz erkundeten sie den Hof, lernten die Bauernfamilie und ihre Tiere kennen, und testeten wie gut die regionalen Lebensmittel unserer Bauern schmecken. Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord führt das Projekt gemeinsam mit der SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) durch.

Karl-Heinz Dunker, Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, erläutert den wesentlichen Inhalt des Projekts: „Wir wollen den Kindern zeigen, wie die Lebensmittel von unseren Bauern hergestellt werden. Sie sollen spielerisch einen Bezug zur Landwirtschaft und zu unseren regionalen Produkten bekommen. Es gibt Stadtkinder die denken, dass Kühe lila sind. Diesen Entfremdungsprozess möchten wir aufhalten.“

Impulsgeber für das Projekt war die SBK mit Sitz in Schramberg, die seit fünf Jahren Partner des Naturparks ist. „Uns geht es darum, bei den Kindern Impulse für einen gesundheitsbewussten und nachhaltigen Lebensstil zu setzen“, erläutert Martin Ruf, Leiter der SBK Geschäftsstelle in Schramberg. Ruf hatte ein pädagogisches Konzept ausarbeiten lassen. Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord setzt es jetzt auf der Fläche um – ein gutes Beispiel wie die Zusammenarbeit zwischen SBK und Naturpark funktioniert.

Pädagogische Unterstützung leistet den Landwirten und Erzieherinnen Dorothea Schulze, seit vielen Jahren Naturpädagogin des Naturparks und des Naturschutzzentrums Ruhestein. Für sie ist die pädagogische Arbeit auf dem Bauernhof Neuland. Aber auch dort gilt, wie bei allen naturpädagogischen Veranstaltungen, die Kinder dürfen sich aktiv einbringen und lernen so hautnah die Entstehung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte kennen. Sie arbeiten mit beim Butter machen, beim Obst ernten, beim Brot backen usw. Und sie dürfen essen und trinken, was sie hergestellt haben. „Dann können sie in der Tat ein Bewusstsein für unsere Produkte entwickeln“, ist sich Dorothea Schulze sicher. „Denn so schmeckt beispielsweise das Obst vom Hof „um die Ecke“ besser als das aus dem Supermarkt“.

Das Programm wird im Laufe des Frühsommers mit weiteren Kindergärten und Bauernhöfen fortgesetzt. Langfristig sollen so Partnerschaften zwischen Kindergärten und Höfen entstehen und sich etablieren. Den Kindern aus Schiltach und der Familie Schillinger hat die Aktion Spaß gemacht. Und die Kinder haben einiges gelernt, z. B. wie Kräuter und Gräser aufs Butterbrot kommen.

04.02.12
http://www.naturparkschwarzwald.de/shop_service/aktuell/muh
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