Der in Sulz geborene Gustav Bauernfeind (1848 - 1904) war der bedeutendste deutsche Orientmaler. Nachdem er 1880 seine erste Reise in den Orient unternommen hatte, siedelte er einige Jahre später mit seiner Familie ganz nach Jerusalem über. In der Ausstellung findet man neben einer großen Anzahl von Gemälden auch Aquarelle, Skizzen und Holzstiche, sowie Text- und Bilddokumente zum Leben des Malers.
Klöster Kirchberg und Bernstein
Das zu Renfrizhausen gehörende Kloster Kirchberg ist eine kunstgeschichtlich bedeutende Klosteranlage mit einer schönen Barockkirche. Das ehemalige Dominikanerinnenkloster, im Jahre 1237 gestiftet, wird heute als Erholungs- und Tagungsstätte genutzt. Aber auch das ehemalige Kloster Bernstein ist einen Besuch wert. Es diente zur Zeit der französischen Besatzung als Ausweichquartier der Kunstakademie, von 1946 - 1955 war in den Räumen des Klosters die so genannte Bernsteinschule untergebracht.
Ein Waldlehrpfad führt durch das Naturschutzgebiet zur Ruine Albeck, zu den Resten der einstigen Burg, von der man nicht weiß, wer sie erbauen ließ, die Grafen von Sulz oder die Herren von Geroldseck. Bei der Einfahrt zur Burg sind noch Radspuren im Sandstein der Ringmauer sichtbar. Sträucher wuchern auf den Mauern des Palas und beschleunigen den Verfall. In mühsamer Arbeit legten freiwillige Helfer vor einigen Jahren den Zwinger zwischen Ringmauer und Hauptgebäude frei.
Beachtenswert die Tor- und Fensterbögen im Palas, die Kamine, die Nische mit den Verzierungen und die Schießscharten in den dicken Mauern. Handwerkliche Meisterstücke und Zeugnisse einer Baukunst, die nach 700 Jahren eindrucksvoll die Phantasie des Betrachters beflügeln. Die Ruine war zeitweise privates Eigentum, jetzt gehört die ehemalige Burg der Stadt Sulz a. N.
Murische Mönche ließen 1719 die spitzbogigen Fenster runden und das gotische Maßwerk entfernen. Beim nördlichen Vorbau, an der Stelle der Sakristei, stand bis 1881 der alte Kirchturm mit seinem Satteldach. Der Chor ist fast 500 Jahre alt. Grabsteine erinnern an die Familiengruft der Adligen von Neuneck. Das Sakramentshäuschen aus dem Jahre 1550 und eine ausdrucksvolle Pieta bereichern den geweihten Raum unter dem gotischen Netzgewölbe. An der Nordseite des Kirchenschiffes ist Ritter Reinhard auf einer Grabplatte verewigt. Alexander von Neuneck ist auf der gegenüberliegenden Seite skulpturiert und in der Gestalt eines Obersten der Nachwelt überliefert.
Ein Römischer Keller
Das Kastell und die zivile Siedlung liegen rechtsrheinisch auf einer Hochfläche südöstlich der Stadt Sulz, im heutigen Ortsteil Sulz-Kastell. Das nach Norden ausgerichtete Kastell wurde nicht überbaut und als archäologisches Reservat für nachfolgende Forschergenerationen erhalten. Von der einstigen Zivilsiedlung zeugen noch der aufwendig gestaltete Steinkeller eines Wohngebäudes sowie ein nahegelegener Brunnen. Der Keller befindet sich heute unter einem Schutzbau, in dem anhand von Schautafeln und einigen Funden die römische Besiedlung von Sulz dargestellt ist.