Naturpark Schwarzwald
Mitte/Nord


Sehenswert

Die Altstadt Schiltachs steht als Ensemble unter dem besonderen Schutz der Denkmalpflege.

Der Marktplatz
Das Städtchen mit der sich an den Schloßberg anschmiegenden Altstadt, dem dreieckförmigen Marktplatz und dem bemalten Staffelgiebelrathaus gilt als besonderes städtebauliches Kleinod. Dieser Marktplatz mit seinen stattlichen Fachwerkhäusern ist auch heute noch der Mittelpunkt und das Herz der Stadt.

Marktplatz mit Stadtbrunnen


Stadtbrunnen von Schiltach

Auf ihm befindet sich auch der Stadtbrunnen, der bereits im 15. Jahrhundert als Schiltachs "Hauptbrunnen" erwähnt und 1750 erneuert wurde. Ein doppelschwänziger Löwe sitzt auf der Säule und hält das weiße Stadt-Wappen mit drei roten Schildchen, das unmittelbar auf die Herzöge von Urslingen zurückgeht.


Das Rathaus
Nach dem Stadtbrand von 1590 wurde im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt durch Heinrich Schickhard auch das Rathaus wieder aufgebaut (1593).
Den Staffelgiebel erhielt der ganz in Stein errichtete Renaissance-Bau erst 1905, die Fassadenmalerei fertigte 1942 der bekannte Kunstmaler Eduard Trautwein.
Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde es umfangreich saniert und umgebaut. Durch die Verbindung zum benachbarten Gebäude "Marktplatz 7" konnten moderne Verwaltungsräume geschaffen werden, ohne den historischen Wert zu gefährden. So wurde auch wieder die Erdgeschosshalle freigelegt, in der vermutlich einst die Märkte abgehalten wurden: im Trockenen und vor allem auf ebenem Gelände.

Rathaus der Stadt Schiltach


Gerberviertel

Das Gerberviertel
Dieser älteste Teil der Stadt lag immer außerhalb der Stadtmauern, weshalb er von den Stadtbränden verschont blieb. Die stattlichen Fachwerkhäuser wurden im 17. und 18. Jahrhundert von Gerbern erbaut, die hier am Wasser das Schiltacher Traditionshandwerk betrieben. Am Eingangsportal der "Äußeren Mühle" ist die Jahreszahl 1557 eingemeißelt, was sie als ältestes Fachwerk-Gebäude in Schiltach ausweist.
Im hinteren Bereich der Gerbergasse befindet sich die ehemalige Schüttesäge, die schon 1491 als "Kirchen- oder Schüttesäge" erstmals erwähnt wurde. Das unterschlächtige Wasserrad mit 7,20 m Durchmesser, die Transmissionsanlage und das Kanalsystem stehen unter Denkmalschutz. Heute wird die Anlage wieder genutzt um Strom zu erzeugen, der in das Netz eingespeist wird.


Außerdem befindet sich darin eines der vier Schiltacher Museen: Das Schüttesägemuseum, das die Themen Flößerei und Holzwirtschaft behandelt.
Weitere Museen sind das "Museum am Markt" als heimatgeschichtliches Museum, in dem auch regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt werden (z.B. "Schiltach mit dem Blick der Künstler", Werke der Gebrüder Heinrich und Karl Eyth).
Auf dem Marktplatz findet sich auch das "Apothekenmuseum" der Familie Rath als größtes privates Museum dieser Art in Deutschland.
In der Auestraße pflegt die Fa. Hansgrohe ein liebevoll ausgestaltetes Museum zur Badgeschichte, das Museum "Wasser-Bad-Design", das ebenfalls zu einem Besuch einlädt.


17.05.12
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