Naturpark Schwarzwald
Mitte/Nord


Historie

Wegen der historisch günstigen Lage benutzten schon 73 n.Chr. die Römer den Weg über das Kinzigtal von Straßburg nach Rottweil, sehr wahrscheinlich war Schiltach damals eine römische Umlade- und Umspannstation, da es hier den steilen Anstieg auf die Höhe zu bewältigen galt.

Gegründet wurde die Stadt vermutlich zwischen 1250 und 1275 durch die Herzöge von Teck - eine Seitenlinie der Zähringer. Urkundlich wird Schiltach erstmals 1275 als Pfarrort erwähnt. Im Jahr 1363 erbten die Herzöge von Urslingen die Stadt und Umgebung, von Ihnen wurde das heutige Stadtwappen übernommen. 1361 wurde der Besitz an den Grafen Eberhard den Greiner von Württemberg verkauft. Schiltach gehörte daraufhin bis zur napoleonischen Gebietsreform zum Königreich Württemberg, 1810 fiel die Stadt dann an das Großherzogtum Baden.

Wappen der Stadt Schiltach


Floßfahrt der Schiltacher Flößer auf der Kinzig

Durch mehrere Stadtbrände (1511, 1533 und 1590) wurden die Stadt und ihre Bewohner schwer heimgesucht, der Wiederaufbau nach dem letzten großen Brand geschah nach den Plänen des bekannten württembergischen Renaissance-Baumeisters Heinrich Schickhard.

Schiltachs wirtschaftliche Bedeutung beruhte einst auf dem Holzreichtum und dem Vorhandensein zahlreicher Bäche und Flüsse. Holzhandel und Flößerei sowie das Gerbereihandwerk bildeten daher die wirtschaftliche Grundlage der Stadt. Die Schiltacher "Schifferschaft" war ein wohl organisiertes Transportunternehmen und genoss behördlichen Schutz. Reger Holzhandelsverkehr bestand mit Straßburg und den Städten am Niederrhein bis nach Holland.


08.02.12
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