Der Mineralbrunnen - Heilkraft der Natur
Reines Mineral - Solewasser (als Heilwasser anerkannt) fördert die Gesundheit und dient der Entspannung. So ist der Mineralbrunnen mit Gradierungsanlage von Ohlsbach ein beliebtes Ziel von Alt und Jung. Die Salzsole rieselt über Bergtannenreisig und wird dabei mit ätherischen Ölen und aromatischen Harzen angereichert. Die Zweige teilen und zerstäuben die Salztropfen. Das so entstehende eigene Klima lindert und heilt beim Einatmen Erkrankungen der Atemwege und sorgt für Wohlbehagen bei Kranken und Gesunden. Gerne genutzt wird auch das Wassertretbecken, um nach den Regeln von Pfarrer Kneipp Krankheiten vorzubeugen und fit zu bleiben.
Die Ohlsbacher Hausberge Hohes Horn und Brandeckkopf“
Umringt von den Bergen des Mittleren Schwarzwalds wurden in Ohlsbach zwei Gipfel zu den gemeindeeigenen Hausbergen erkoren.
Den einen das Hohe Horn wird jedoch mit dem Nachbarort Ortenberg, der Kreisstadt Offenburg und deren Ortsteilen Zell-Weierbach und Fessenbach geteilt. 545 Meter hoch macht der Berg, von Ohlsbach aus betrachtet seinem Nahmen alle Ehre. Spitz und steil zulaufend gleicht er dem Horn eines Tieres.
Musste der hölzerne Aussichtsturm aus dem Jahr 1891 abgerissen werden und einem anderen von 1912 weichen, so bietet der Neubau von 1980 immer noch eine faszinierende Aussicht und ist ein beliebtes Ziel von Wanderern und Mountain-Bikern.
Mit 693 Metern überragt der Brandeckkopf das hohe Horn östlich von Ohlsbach und soll seinem Namen den Kelten verdanken, die hier ihre Brandopfer dargebracht haben. Sein Gipfel, auf dem sich ebenfalls ein Aussichtsturm erhebt, liegt bereits auf der Gemarkung Zell-Weierbach.
Als ausgewiesenes Schutzgebiet ist die Landschaft um den Brandenkopf ein Refugium für gefährdete Pflanzen und Tiere.
Maria Hilf Kapelle in Hinterohlsbach
Im Jahre 1850, als es in Hinterohlsbach noch mehrere Höfe gab, wurde in jenen Fluren eine Kapelle erbaut. Bauherren waren der Hofbauer Paul Braun und seine Ehefrau Magdalene, die die kleine Kirche zur „größeren Ehre Gottes und der Verehrung der allerheiligsten Jungfrau Maria“ zur Andacht freigaben.
Sie wurde am 20. Oktober 1850 von Stadtpfarrer Lender aus Gengenbach eingesegnet, und am 4. November 1850 wurde zum erstenmal die Feier des heiligen Opfers zelebriert.
In diesem Gotteshaus wurde an Sonntagnachmittagen gemeinsam der Rosenkranz gebetet, und dessen Glöcklein läutete das Angelus über das Land. Als in Kriegszeiten die Dorfkirchenglocken beschlagnahmt waren, füllte die kleine Glocke die Lücke im Kirchturm und tat dort, wenn auch dünn, so doch unüberhörbar, ihren Dienst. Inzwischen aber gingen rings um die Kapelle die Höfe ein, und kaum einer kam noch zum Gebet. Aus diesem Grunde war die Tür der Kapelle lange Zeit verschlossen, ehe sie nun wieder jedem zugänglich gemacht worden ist.