Malerische Gassen und Winkel
Das Stadtbild ist maßgeblich geprägt von zahlreichen Fachwerkhäusern. Besonders in den typischen Gengenbacher Gassen - der Engel- und Höllengasse und auf dem Gänsbühl – sind die eng aneinandergebauten Fachwerkhäuser zu bewundern. Ungestörte Kleinstadtidylle zu jeder Jahreszeit. Setzt hier in den warmen Sommermonaten üppiger Blumenschmuck Akzente, so schafft in den Wintermonaten das Spiel von Licht und Schatten eine besondere Atmosphäre.
Das imposante Rathaus
Das Rathaus bestimmt den Innenstadtkern wie kein anderes Gebäude. Zur Blütezeit des Reichsstadtdaseins wurde das imposante Bauwerk 1784 fertiggestellt. Elemente des Rokoko und des beginnenden Klassizismus bestimmen die Fassade des Rathauses. Vom Dreiecksgiebel des Baues blickt der Reichsadler mit dem Stadtwappen im Flügel auf den Marktplatz hinunter und das Balkongeländer zieren Köpfe, welche die Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika symbolisieren. Als Mittelpunkt der Stadt ist das Rathaus das ganze Jahr über prächtige Kulisse für verschiedenste Veranstaltungen. Zur Adventszeit verwandelt sich das Rathaus in das weltgrößte Adventskalenderhaus. Vom 30.11. bis zum 23.12. ist jeden Tag um 17 Uhr ein Rahmenprogramm auf der Bühne vor dem Rathaus geboten und um 18 Uhr wird ein Fensterchen geöffnet.
Der Adventskalender ist immer bis zum 06. Januar zu bestaunen!
Museumsvielfalt
Allein in der Altstadt präsentieren vier Museen sorgsam aufbereitet Narretei, Flößerei, Wehrgeschichte und Kunst. Liebevoll bis ins Detail wird hier das jeweilige Thema präsentiert. Das
Narrenmuseum im Niggelturm zeigt die 5. Jahreszeit in ihren bunten Facetten.
Flößerei- und Verkehrsgeschichte wird im dazugehörigen Museum vorgestellt. Das Wehrgeschichtliche Museum präsentiert auf 6 Etagen die wehrhafte Verteidigungsgeschichte der ehemaligen freien Reichssstadt. Und im städtischen Museum
Haus Löwenberg finden Kunstausstellungen einen besonderen Rahmen. Außerhalb dem Innenstadtkern begeistern auch das Paramentenmuseum im Mutterhaus der Franziskanerinnen oder die steinerne Welt in der Reichenbacher Mineraliengalerie.
Stadtkirche St. Marien
Aus allen Richtungen grüßt der bemerkenswerte barocke Kirchturm. Er überragt alle anderen Türme und zeigt uns die Richtung zum ältesten Bauwerk dieser Stadt, dem ehemaligen Benediktinerkloster. Der Grundriss der Kirche, etwa aus der ersten Hälfte des 12. Jh., war streng nach dem Hirsauer Baustil angelegt: der quadratische Schematismus der hochromanischen Baukunst. Die Basilika hatte bis zur Zerstörung an der Westseite zwei Türme. Nach der Stadtzerstörung 1689 übertrug das Kloster den Wiederaufbau Franz Beer, ein bekannter Barockbaumeister, der die herrlichen Kirchen in Obermarchtal und Weingarten schuf. Beer gestaltete die Kirche in einen strahlenden Barockraum, der bei der Renovierung 1896 vollkommen entfernt wurde.
Die Stadtmauer und ihre Wehrtürme
Als Gengenbach 1230 mit den Stadtrechten ausgestattet wurde, umgab die Stadt bereits ein Mauerring, welcher im 13. und 14. Jahrhundert mit Tortürmen verstärkt wurde. Der Kinzigtorturm diente der Beobachtung des Verkehrs seitens des Kinzigtals und des Floßverkehrs auf der Kinzig. Das Obertor schottete die Stadt gegen das Haigerachtal vor Eindringlingen ab. Als Wehrturm diente ebenfalls der Niggelturm an der westlichen Stadtseite, der darüber hinaus im Laufe der Zeit auch als Gefängnis und Warenlager genutzt wurde. Auch der kleinere Schwedenturm und der Prälatenturm waren Teile der Stadtbefestigung und sicherten die Stadt mit ab. Nach zahlreichen Zerstörungen und verheerenden Bränden wurden die Türme immer wieder aufgebaut und restauriert. Teile der Stadtmauer und die genannten Türme sind damit bis zum heutigen Tage gut erhalten.