Freudenstadt im Jahr 1632
Freudenstadt hat einiges zu bieten
Auch die wirtschaftliche Struktur unterliegt Veränderungen. Früher waren es größtenteils Tuchmacher und Nagelschmiede, die das Arbeitsangebot ausmachten. Daraus entwickelten sich die derzeitigen rund 9.000 Arbeitsplätze, die auf Industrie, Gewerbe, Handwerk, Handel und Gastronomie mit Hotellerie verteilt sind. Insbesondere das produzierende Gewerbe ist ein wichtiges Standbein. Dadurch ist Freudenstadt ein adäquater „Arbeits- und Wohnstandort“ mit einer sehr guten Infrastruktur. Obwohl Freudenstadt mittlerweile Große Kreisstadt ist, wurde das Flair einer Kurstadt mit kurzen Wegen erhalten. Ob Familie oder Single, Freudenstadt bietet für alle Bedürfnisse ein vielseitiges Angebot.
Die Freudenstädter Gastronomie ist empfehlenswert
1599 Herzog Friedrich I. von Württemberg gründet Freudenstadt und lässt diese durch Baumeister Heinrich Schickhardt als Planstadt der Renaissance erbauen. Für die Stadt werden 3.500 Einwohner eingeplant. Im Zentrum soll ein mächtiges Residenzschloss entstehen. Arkaden umziehen den riesigen Platz, der in den Ecken mit Winkelhaken-Gebäuden versehen wird.
1601 Nach der Grundsteinlegung der Stadtkirche gibt Herzog Friedrich I. der Stadt den Namen „Freudenstadt“. Durch seinen Tod im Jahr 1608 wird das Schloss nicht mehr gebaut, deshalb hat Freudenstadt heute den größten Marktplatz Deutschlands (216 x 219 Meter).
1610 Die Pest dezimiert die Einwohner.
1632 Ein Brand vernichtet die halbe Stadt.
1876 Der neue Stadtschultheiß Alfred Hartranft setzt sich das Ziel, aus Freudenstadt eine Kurstadt zu machen – es gelingt.
1878 Durch die „Gäubahn“ wird Freudenstadt an den Schienenverkehr angeschlossen und mit Stuttgart verbunden. Neue Hotels werden gebaut – das Kurviertel entsteht, die Kur floriert.
1899 Zur 300-Jahrfeier wird der Friedrichsturm auf dem Kienberg eingeweiht.
1901 Die Murgtalbahn vom Stadtbahnhof bis Klosterreichenbach wird eröffnet.
1928 Der Bahn-Anschluss nach Rastatt erfolgt.
1902 Das Kurtheater wird gebaut. 10 Jahre später folgt eine Wandelhalle mit Musikmuschel. Nach weiteren 12 Jahren wird der Kurgarten angelegt.
1929 Der Golfplatz wird eröffnet.
1939 Freudenstadt erhält das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“.
1945 Artilleriebeschuss der anrückenden Franzosen löst Brände aus und trifft die Hauptwasserleitung. Weil kein Löschwasser da ist, brennt Freudenstadts Innenstadt fast völlig nieder.
1949 Der Wiederaufbau der zerstörten Stadt beginnt. In nur fünf Jahren wird Freudenstadt in Anlehnung an die alten Stadtpläne wieder aufgebaut.
1983 Das städtische Gasversorgungsnetz wird auf Erdgas umgestellt und das Freizeit- und Erlebnisschwimmbad „Panorama-Bad“ wird eingeweiht.
1988 Freudenstadt wird Große Kreisstadt. Der Zentrale Omnibusbahnhof am Stadtbahnhof wird fertig gestellt.
1989 Das neue Kur- und Kongresszentrum wird eingeweiht, die Tiefgarage unter dem Marktplatz fertig gestellt.
1990 Der Obere Marktplatz und Teile der Innenstadt werden zur Fußgängerzone umgestaltet.
1997 Freudenstadt wird Kneipp-Kurort.
1999 Zur 400-Jahrfeier wird der Untere Marktplatz mit 50 Wasserfontänen neu gestaltet und das wieder entdeckte Bergwerk für Besucher geöffnet.
2003 Freudenstadt wird mit Karlsruhe durch die neue Stadtbahn verbunden.
2004 Die Bahnverbindung nach Offenburg und Straßburg wird verbessert.
2005 Die Modernisierung der Bahnverbindung nach Stuttgart wird umgesetzt. Neuer Wellness-Bereich im Panorama-Bad.
2006 Erschließung des 1. Bauabschnittes vom Wohngebiet "KohlstätterHardt" mit rund 300 Wohneinheiten.
2007 Die Mensa der Keplerschulen wird fertiggestellt. Der vierte S-Bahn-Haltepunkt innerhalb Freudenstadts wird eingeweiht.
2008 400-jähriges Jubiläum der winkelhakenförmigen Stadtkirche. Doppeltes Waldjubiläum: 175 Jahre Stadtwald und 100 Jahre Plenterwald. Innenstadtbeschilderung zu historischen Bauten und der Geschichte Freudenstadts wird erstellt.
Herzog Friedrich I. von Württemberg gründete 1599 Freudenstadt
Nach der Stadtgründung verlieh Herzog Friedrich I. der Stadt ein Wappen - dieses führt die Stadt, mit geringen Abweichungen in den Farben, noch heute:
Im roten Feld befinden sich zwei voneinander gekehrte silberne Fische (Barben), zwischen ihnen ein goldenes „F“. Darüber im goldenen Schildhaupt eine schwarze, liegende Hirschstange. Die schwarze Hirschstange im goldenen Schildhaupt verweist auf die Zugehörigkeit der Stadt zum Land Württemberg. Die silbernen - ursprünglich goldenen - Barben auf rotem Grund sind dem Wappen der Grafschaft Mömpelgard entnommen, da Herzog Friedrich I. diesem Haus angehörte. Der Buchstabe „F“ ist der Anfangsbuchstabe von Friedrich.
Das Wappen wird für hoheitliche Funktionen bzw. Handeln der Stadtverwaltung eingesetzt. Ohne Genehmigung der Stadtverwaltung darf es nicht genutzt werden.
Das Freudenstädter Wappen
Im Jahr 1999 wurde bei einem Stadtentwicklungsplan mit Bürgerbeteiligung („Das Freudenstädter Modell“) das Freudenstädter Logo überarbeitet und damit dem Wandel der Stadt angepasst. Zusätzlich wurde ein Slogan bestimmt, mit dem sich Bürger und Gäste identifizieren können. 2007 wurde das Logo erneut überarbeitet und präsentiert Freudenstadt zeitlos schön und modern.
Seit 1999 besitzt Freudenstadt ein Logo, das gleichermaßen für die Verwaltung und die touristische Vermarktung eingesetzt wird