Rathaus
Nach der völligen Zerstörung Ettlingens durch die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde das Rathaus im Jahr 1738 fertiggestellt. Erbaut im Barockstil aus für die Region typischem roten Sandstein zählt das Gebäude zu den markanten architektonischen Punkten der Innenstadt. In der Mittelachse aufwärts folgen von unten nach oben das Ettlinger Wappen am Balkon, das badische Wappen, die St. Georgs-Plastik und die Figur der Justitia auf der Giebelkrone.
Georgsbrunnen
Der Brunnen ist ein Werk der Spätgotik und stammt aus dem Jahr 1494. Der heilge Georg wird seit den Kreuzzügen verehrt und taucht im süddeutschen Raum häufig als Schützer der Markt- und Stadtrechte auf. Vier Wappen zieren den Brunnen: rechts das der Grafschaft Sponheim, das österreichische Wappen (vorne), das hintere Wappen des Erzbistums Trier und links das Ettlinger Stadtwappen.
Narrenbrunnen
Der Renaissancebrunnen, heute "Narrenbrunnen", zeigt oben auf dem Pfeiler die Figur des Narren mit Narrenkappe und Zepter. Das Medaillon mit dem Narrenkopf stellt das von Friedrich Hagenauer gefertigte Portrait des "Hansel von Singen", dem Hofnarren von Markgraf Ernst da. Zu seinen Füßen hält ein Knirps eine Tafel mit folgender Inschrift: "LAS MICH UNFERACHT, BEDENCK, DER WELT WEYSHEYT UND BRACHT, IST VOR GOT EIN DORHEIT GEACHT".
St. Martinskirche
Zu den ältesten Gebäuden der Stadt gehört die katholische St. Martinskirche. Im Keller der Kirche befinden sich Relikte eines römischen Badegebäudes, das hier um 200 nach Christus errichtet wurde. Um 700 nach Christus wurden die römischen Baderuinen als fränkische Gräberfelder benutzt. Besondere Beachtung verdient die künstlerische Ausgestaltung der Decke des Kirchenschiffs. Der Künstler Prof. Emil Wachter greift Themen der Bibel auf und stellt sie in zeitgenössische Zusammenhänge.
Schloss
Die Geschichte des Ettlinger Schlosses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als im heutigen Schlossbereich eine erste Burg entstand. Die Markgrafen von Baden bauten in der Mitte des 13. Jahrhunderts die Burganlage weier aus. Der Bergfried dieser Anlage ist noch heute erhalten. In den 70er Jahren befanden sich zweitweise Schulen, städtische Ämter und Notwohnungen in den Schlossräumen. Heute beherbergt das Ettlinger Schloss neben dem Albgaumuseum die Städtische Galerie sowie eine Sammlung mechanischer Musikinstrumente und das Museum für Ostasiatische Kunst.
Asamsaal (ehem. Schlosskapelle)
Sibylla Augusta, Markgräfin von Baden, wählte als Patron für ihre Kapelle den böhmischen Heiligen Johannes Nepomuk. Der bayrische Freskenmaler Cosmas Damian Asam wurde mit der Gestaltung beauftragt, die den Lebens- und Leidensweg des Heiligen in acht Hauptszenen in der Kuppel darstellt. Den künstlerischen und thematischen Höhepunkt der Fresken bildet das Zentrum der Kuppel, wo Nepomuk von der "Hochheiligen Dreifaltigkeit in die Glorie der Märtyrer aufgenommen wird".
Lauerturm
Bei der umfassenden Neubewehrung der Stadt in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde ein Turm mit Zinnbekrönung aufgesetzt, als Wehrturm mit Schießscharten versehen, der "Lauerturm". In den unteren Räumen befindet sich eine Kelterei und Schnapsbrennerei sowie eine kleine Gaststätte, in den beiden Obergeschossen ist ein landwirtschaftliches Museum eingerichtet.