Naturpark Schwarzwald
Mitte/Nord


Historie

Ettlingen kann auf eine über 1200 lange Besiedlungsgeschichte zurück blicken, zu der die Römer mit dem Bad unter der Martinskirche ein noch heute sichtbares Zeichen hinterlassen haben. Erstmals urkundlich erwähnt wird Ettlingen 788, als Amalbert seine Güter in Ettlingen an das Kloster Weißenburg im Elsass schenkt. 965 erhält die Stadt das Marktrecht und wird durch Kaiser Heinrich IV. 1192 zur Stadt erhoben. Danach wird der Stadt in mehreren Stufen mit einer Stadtmauer befestigt.

Die Strömungsgeschwindigkeit der Alb förderte die Ansiedlung von Mühlen, die zur Herstellung von Papier seit 1462 dienten und der Stadt zur wirtschaftlichen Blüte verhalfen. Durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde ein Großteil der Stadt 1689 zerstört und mit Hilfe der Markgräfin Sibylla Augusta systematisch wieder aufgebaut. Das Schloss, die Martinskirche und das Rathaus prägen heute noch mit ihrer barocken Architektur das Stadtbild.

Im 19. Jahrhundert war es Philipp Thiebauth, der durch seine Tatkraft erst in den Revolutionsjahren 1848/49 liberales Gedankengut in der Stadt förderte und nach der Amnestie als Bürgermeister den Weg ins 20. Jahrhundert bahnte. Am stärksten veränderte sich das Stadtbild durch die Sanierung ab den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Kernstadt wurde behutsam saniert ohne vom Charme einer gewachsenen Stadt aufzugeben.


08.02.12
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