Naturpark Schwarzwald
Mitte/Nord


Sehenswert

Außer den im Stadtrundgang vorgestellten Sehenswürdigkeiten gibt es rund um Bühl folgendes zu entdecken:

Burgruine Alt-Windeck, Bühl-Kappelwindeck

Hoch über Bühl liegt die Ruine der Burg Windeck. Um 1200 errichteten sich die Herren von Windeck die Burg Windeck als Wohnung und Verteidigungsanlage. Die Burganlage bestand vermutlich aus einer unteren und einer oberen Burg; jeder Teil umfasste einen Turm und Wohngebäude. Vom kleineren Bergfried aus wurden die Talseite und das Eingangstor überwacht. Der in der oberen Burg gelegene Turm ist größer. Sein unterstes Stockwerk diente wahrscheinlich als Burgverlies oder Vorratskammer. Im 1. und 2. Stock des anliegenden Palasbaus befanden sich vermutlich repräsentative Räume, wie z.B. der Rittersaal. Die Burg widerstand allen feindlichen Angriffen, wurde jedoch im 14. Jahrhundert von einem Feuer heimgesucht. Die abgebrannten Häuser ließ Reinhard von Windeck neu errichten. Seine Nachkommen verließen die Burg Ende des 16. Jahrhunderts und residierten fortan im Schlosshof (heute: Hotel "Badischer Hof" in Bühl). Die großen Zerstörungen an der Burganlage sind vor allem auf menschliche Hand zurückzuführen. Baumaterial war in den letzten Jahrhunderten Mangelware und so trug man die Burg für die Errichtung anderer Bauwerke ab. Der Burgturm kann bei freiem Eintritt von April bis Oktober von 09.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit und in den Wintermonaten bei guter Witterung bestiegen werden. Einkehrmöglichkeit, Abenteuerspielplatz.

Blick über Waldmatt zur Burgruine Alt-Windeck


Barockkirche St. Maria, Bühl-Kappelwindeck
Der Zwiebelturm ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Barockkirche St. Maria. Schon im 13. Jahrhundert war an dieser Stelle eine Kirche gebaut worden, die 1763 abgerissen und durch die heutige Kirche ersetzt wurde. Unweit der Kirche steht der 1737 gepflanzte Lindenbaum.

Friedenskreuz bei Bühl-Rittersbach
Das 14 Meter hohe Kreuz, das symbolhaft Teile des Westwalls, der Maginotlinie, einen Marmorstein des Monte Cassino und ein Felsstück von Calvaria enthält, ist seit mehr als 40 Jahren ein weithin sichtbares Mahnmal für den Frieden in der Welt.

Barockkirche St. Maria


Carl-Netter-Aussichtsturm, Bühl-Eisental
Der 10 m hohe Aussichtsturm, von dem sich eine herrliche Aussicht über Rheinebene, Reben und zu den Schwarzwaldbergen bietet, wurde 1902 zu Ehren von Großherzog Friedrich errichtet. Stifter des Turmes waren die Brüder Adolph und Carl Leopold Netter, die um die Jahrhundertwende mit ihrem Stahlunternehmen die Weltmärkte erobert hatten und die Stadt Bühl mit Stiftungen und Schenkungen unterstützten. Der Turm ist jederzeit zugänglich.

Carl-Netter-Aussichtsturm


Rohrhirschmühle, Bühl-Altschweier
Restaurierte Mühle mit zwei oberschlächtigen Wasserrädern, mit Mahlgängen und Walzenstühlen. Im ältesten Teil der Mühle ist auch ein Heimatmuseum mit Müllerstube, Schulzimmer und landwirtschaftlichen Geräten eingerichtet. Öffnungszeiten April: November 1. Sonntag im Monat 14-18 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtmuseum, Bühl-Kernstadt
Das 2007 neu eröffnete Stadtmuseum stammt aus dem Jahr 1669. Der moderne Anbau ist eine gelungene Symbiose mit dem historischen Bürgerhaus eingegangen. Auf zwei Etagen erfährt der Besucher Wissenswertes über die Geschichte und die Entwicklung der Stadt Bühl. Öffnungszeiten: Dienstag 9-13 Uhr, Donnerstag und Sonntag 14-18 Uhr.

Rohrhirschmühle


Schloss Waldsteg, Bühl-Neusatz
Erste Hinweise auf eine Burg finden sich aus dem Jahr 1294. Die Wasserburg geht in ihrem baulichen Kern auf das 14. und 15. Jahrhundert zurück. Sie war ursprünglich von einem Wassergraben und einem Wall umgeben und konnte nur über eine Zugbrücke betreten werden. Vermutlich ist die Burg eine Gründung der Familie von Cumber aus Ottersweier, die sich später Herren von Waldsteg nannten. Stärkere bauliche Veränderungen wurden erst 1704/05 verzeichnet, als der damalige Besitzer Baron Carl Jacob Ferdinand von Plittersdorf versuchte, seine Besitzungen um Neusatz zu arrondieren. Im Jahr 1722 erwarb Markgräfin Sibylla Augusta von Baden das Schloss und die dazugehörigen Güter. Von 1788 bis 1962 diente das Schloss als Pfarrhaus. Seit 1998 ist darin das Stadtgeschichtliche Institut Bühl untergebracht.

Schloss Waldsteg


04.02.12
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